Montag, 13. März 2017

Was lange währt....

... wird erst sehr spät fertig.

Ein Blick auf einen alten Blogeintrag hat mir offenbart, dass mein Projekt Sommerhose (damaliger Arbeitstitel: "Erdbeerhose") bereits am 30. Juni 2016 (!!!) in nahezu fertigem Zustand war. Das heißt, dass nur noch der Bund und der Saum gefehlt haben. Neun Monate später habe ich nun Bund und Saum genäht. Pünktlich zum heißen Wetter, bei dem man eine leichte, langbeinige Sommerhose für die Arbeit im Labor braucht *ähem*.

Nun... Vorhang auf für die fertige Erdbeerhose mit Bund und Saum aus Bündchenstoff!




Wer einen Blick auf den Link zum alten Blogeintrag geworfen hat, der wird feststellen, dass dieser noch weitere Projekte umfasst. Tatsächlich sind diese alle (bis auf den Kapuzenpulli) bereits seit einiger Zeit abgeschlossen. Da ich noch nicht alle Sachen gezeigt habe, hole ich das nun nach.

Amiga-Halswärmer


Das Muster, welches ich bei ravelry entdeckt habe, wird gehhäkelt und gestrickt. An diesem Teil konnte ich auch wieder sehr stark meine Häkelvorliebe sehe. Den Häkelteil habe ich in wenigen Wochen erledigt gehabt, der Strickteil hat sich ewig gezogen. Ich bin da zum einen sehr langsam und zum anderen macht es mir auch einfach nicht so viel Freude.

Maid Marian Schulterwärmer

Das gute Stück ist komplett gestrickt im falschen Patent. Das Muster stammt von drops. Sehr praktisch ist das mit der Kapuze und es hält auch tatsächlich die Schultern angenehm war. Am Hals zieht es leider etwas, also auf den Schal kann ich im Winter dann nicht verzichten.

Freitag, 3. März 2017

Sommernachtstraum und Bananen - zwei neue Weinansätze

Nachdem ich nun mein Bachelorstudium abgeschlossen habe, kann ich mich erstmal den schönen Dingen des Lebens widmen wie zum Beispiel der Alkoholherstellung. Da dieses Jahr auch ein runder Geburtstag ansteht, habe ich beschlossen für die Feier zwei Weine anzusetzen. Ausgewählt habe ich einen roten Beerenwein sowie einen eher exotischen Bananenwein. Auf letzteren bin ich sehr gespannt, da kann ich mir noch so gar nicht vorstellen wie das am Ende schmecken mag. Die Rezepte für diese beiden Weine habe ich dem Fruchtweinkeller entnommen. Es handelt sich hierbei um den Sommernachtstraum und den Bananenwein.

Sommernachtstraum
Zunächst möchte ich ein paar Worte zum Sommernachtstraum verlieren. :-) Wie im oben verlinkten Rezept beschrieben habe ich Tiefkühlfrüchte für den Ansatz verwendet. Um diese Jahreszeit ist es schließlich eher schwer an frisches und bezahlbares Obst in diesen Quantitäten zu gelangen. ;-) 
Meine Mischung sah wie folgt aus:
  • 3x 750 g Beeren-Mix mit Sauerkirschen (enthält schwarze und rote Johannisbeeren, Sauerkirschen, Brombeeren, Himbeeren, Erdbeeren und Heidelbeeren)
  • je 250 g Himbeeren und Heidelbeeren
Das ganze wurde dann im Gäreimer aufgetaut, mit Wasser auf 5 L aufgefüllt und püriert. Hefe und sonstige Zusätze hinzu und warten. Optisch eine nette rote Fruchtsoße:
Eine Woche später habe ich dann die Maische durch einen Beutel aus einem alten Bettbezug abgepresst und in den Gärballon umgefüllt. Neuer Zucker wurde ebenfalls ergänzt. Liebevoll bezeichnet als "ein Ballon voll Blut":

Beim Umfüllen habe ich auch direkt noch eine Probe entnommen. Geschmack: erwartungsgemäß sauer, Alkoholgehalt: ca. 12 % und Säuregehalt etwa 11 g/L. Da das zu viel Säure ist musste ich den Ansatz nochmal verdünnen, um den Gehalt auf etwa 7,5- 8 g/L abzusenken. Um den Weinansatz nicht zu sehr zu verwässern, habe ich Honigwasser dazu verwendet. Das Gesamtvolumen liegt nun bei ungefähr 7 L Wein und passte somit nicht mehr in den 5 L Ballon. Somit habe ich nun zwei Ballons mit rotem Wein, die vor sich hin gären. Nächster Arbeitsschritt ist hier die erneute Messung des Alkohols, sobald die Gäraktivität nachgelassen hat und nachzuckern, sofern erforderlich.

Bananenwein
Beim Kauf von 2,5 kg Bananen kam ich mit sehr seltsam vor, das ist schon eine riesige Menge. Die wurden dann solange liegen gelassen bis sie braun wurden. 



Dann wie im Rezept beschrieben zermatscht und zusammen mit Rosinen, Zitronensaft, Zucker, Hefe und weiteren Zusätzen in den Eimer gefüllt. Extremst unappetitlich sah das in den ersten Tagen aus. Ich hatte schon befürchtet, dass es scheitert, denn diese unschöne braune Färbung, die man dort am Boden sieht, nahm fast der ganze Ansatz an...
 

Überraschenderweise sah der Ansatz nach einigen Tagen dann doch so aus:


Immer noch nicht sehr appetitlich, aber deutlich besser als dunkelbraun. Nach Abpressen der Maische und umfüllen in den Gärballon sieht es aus wie naturtrüber Apfelsaft. Damit kann ich sehr gut leben.

Auch hier ist der nächste Arbeitsschritt Bestimmung des Alkoholgehalts und Nachzuckern. Außerdem muss ich noch den Säuregehalt messen und einstellen.
Hier habe ich noch ein Video, das zeigt wie schön kräftig der Bananenwein gärt (also Kohlenstoffdioxid produziert während der Zucker in Alkohol umgewandelt wird):
video

Ich lasse die Gärballons immer in der Badewanne stehen, weil sie da nicht im Weg sind (wir nutzen die Wanne kaum) und falls es doch mal überschäumen sollte auch einfach zu reinigen ist.

Die Drei in der Badewanne

Jetzt heißt es erstmal warten, messen und nachzuckern bis kein neuer Alkohol mehr gebildet wird und der Restsüßegehalt im Wein konstant bleibt.


Sonntag, 1. Januar 2017

Reading Challenge - Bücherbilanz 2016

Zeit Bilanz zu ziehen!

Seit dem letzten Beitrag sind noch zwei Bücher hinzugekommen. "Schöne neue Welt" als - wer hätte es gedacht? - Dystopie und "Die wilden Hühner" als ein  Buch, das ich zuletzt in der Schulzeit gelesen habe. Das war toll, bei nächster Gelegenheit muss ich mir unbedingt die Nachfolgebänder ausleihen. Damals wollte ich natürlich auch unbedingt eine Bande haben wie die Wilden Hühner. Da wir in meiner Kindheit auch Hühner hatten, konnte ich mich direkt sehr gut damit identifizieren. ;-P


Insgesamt war es für mich ein sehr erfolgreiches Lesejahr: 26,5 Bücher *jippie!*  plus zwei, die sich nicht einsortieren ließen.  Nachdem ich nun jahrelang so gut wie nichts gelesen habe, hab ich durch die Challenge tatsächlich die Lust am Lesen wiederentdeckt. Ich werde zwar voraussichtlich niemals wieder so viele Bücher verschlingen wie früher (d.h. in meiner Schulzeit), aber das ist okay. Ich habe jetzt auch deutlich mehr Hobbies und mehr Verpflichtungen als zu Schulzeiten. Auf jeden Fall freue ich mich darüber, dass ich nun wieder häufiger ein Buch in der Hand hatte/haben werde und ich dieses Jahr auch einige Dinge gelesen habe, die ich sonst nie angefasst hätte. Das war eine tolle Erfahrung.
Das eindrucksvollste Buch war wohl "Das Tagebuch der Anne Frank". Ein Buch, das ich auch schon länger lesen wollte, aber ohne die Reading Challenge vermutlich noch ewig nur auf der imaginären To Read-Liste gelassen hätte.




Dieses Jahr hab ich auch schon zwei Bücher beendet. Eines sogar innerhalb eines Tages (Der Geiger von Mechtild Borrmann). Es geht gut weiter ;-)

There's a rainbow in the rain..

Ein frohes neues Jahr!
Ich möchte schnell ein Bild zeigen von dem Geburtstagskuchen, den ich meiner besten Freundin zum 30. gemacht habe. Auf der Feier hab ich es irgendwie versäumt die Torte zu fotografieren, daher nur das Bild der Testtorte. Ihre Torte hatte etwas mehr Creme, war höher und die Teigschichten fluffiger.




Verwendet hab ich Lebensmittelgelfarben von Wilton. Die waren sehr ergiebig. Für 300 Gramm Teig habe ich nur eine Teelöffelspitze Farbe benötigt; bei Rot und Orange zwei TL-Spitzen. Das Rezept habe ich mir von Chefkoch geholt, es war dieses hier: Regenbogentorte bei Chefkoch 
Dank der Testtorte wusste ich dann auch, dass man das Eiweiß besser steifschlägt und dann am Ende unterhebt und ein komplettes Päckchen Backpulver verwendet. Dadurch werden die Böden schöner. Wenn man Zeit sparen möchte, kann man auch mehrere Böden gleichzeitig in einer Form backen. Dazu wird ein Stück Backpapier zwischen die einzelnen Schichten gelegt. Der Boden ist dann aber eher tätschig und es wird definitiv schöner, wenn man sie einzeln backt. Grundsätzlich ist es aber möglich.
Als Creme habe ich keine Buttercreme verwendet, sondern eine Mischung aus Sahne, Quark und Joghurt. Das finde ich immer frischer. (1 kg Quark, 2 Päckchen Sahne (steifgeschlagen mit 2 Päckchen Sahnesteif, 200 g Joghurt, zwei Päckchen Zitronenschale sowie gesiebter Puderzucker bis es süß genug ist). Auf die Böden kam dann noch jeweils Himbeermarmelade, sodass ich am Ende eine Zitronen-Himbeer-Torte hatte. Das war sehr lecker :)

Samstag, 3. Dezember 2016

Adventskalender

Frohe Adventszeit, ihr Lieben!

Ich habe es dieses Jahr geschafft den Adventskalender, den ich letztes Jahr angefangen habe, fertig zu stellen - yay! Die Motive auf den einzelnen "Türchen" sind entweder gestickt (Kreuzstich) oder gehäkelt (und eines ist gekauft). Die "Türchen" bestehen aus einem Rest beigefarbenen Wollstoff, der Hintergrund ist auch ein Reststoff vom Morgenmantel meines Freundes. Also im Grunde ist es ein echtes Resteprojekt. ;)
Achtung, es folgt nun die Bilderflut:


Und die selbstgemachten Motive einmal solo. Ganz unkonventionell beginnen wir mit der 24. Ein kreuzgestickter Weihnachtsstern . Bei allen anderen Weihnachtssterne sind die Farben invertiert, schließlich ist der 24. ja ein besonderer Tag.


 Hier zwei gehäkelte Ilexblätter mit Früchten. Die Perlen habe ich tatsächlich dafür neu gekauft. Die Wolle wiederum ist ein Rest von meinem  Blattgeflüster-Schal.


Das folgende Motiv ist wieder Kreuzstich. Das Muster stammt aus  meinem Celtic Charted Designs Heftchen von Spinhoven.


Und nun wieder was gehäkeltes ;-) Das dürfte irgendein Schneeflockenkristallhäkelmuster, das ich auf ravelry gefunden habe, sein.


Dann noch ein gehäkelter Tannenbaum, wie die Ilexblätter mit dezentem Silberglitzer.


Und zu guter letzt noch ein zweiter Schneekristall, diesmal mit Goldfaden.



Hihi, und hier ist mir ein kleines Missgeschick passiert. :D


 So, das war's zu unserem Adventskalender. Gefüllt haben mein Freund und ich einfach mit Süßkram. Nächstes Jahr wird es dann mit etwas mehr Vorlaufzeit kreativere Füllungen geben.


Freitag, 25. November 2016

Barfußsandalen

Mir ist gerade aufgefallen, dass ich die tollen Barfußdekoobjekte noch gar nicht gezeigt habe, die ich während der Hitzperiode im September gehäkelt habe. Das war ein schönes schnelles Zwischendurchprojekt, bei dem ich auch wieder ein paar Meter meiner vor ewigen Zeiten gekauften Kone an sehr dünnem Baumwollhäkelgarn verbrauchen konnte.

Ich habe auch direkt zwei Paar gehäkelt. Einmal in weiß, einmal klassisch in schwarz. Motivmäßig gefallen mir die weißen besser. 😁

Nummer eins sind die schwarzen Pineapple-Barfußsandalen. Ich finde die Ananas zwar nicht so deutlich, aber das Muster hat mir trotzdem gefallen.


Und die weißen sind mit Totenkopf! Ich freue mich schon, wenn ich dann nächstes Jahr blasse Totenkopfmuster auf den Füßen habe. 😎 (Im  direkten Hautfarbenvergleich sieht man auch gut, dass das Totenkopfbild vor meinem Urlaub aufgenommen wurde. XD)


Zum Abschluss noch ein weiteres kleines Projektchen, das auch wunderbar zum Wollreste verwursten ist. Ich habe eine Qualle an einem elastischen Strang gehäkelt. Über diese freuen sich nun die Kater von Freunden.



Muster:
Ananas-Sandalen: Pineapple up barefoot sandals
Totenkopf-Sandalen: Leider nur ein ravelry-Link verfügbar.
Qualle:  cat bouncing toy

Samstag, 19. November 2016

Reading Challenge - 24

Juhu, ich habe 24 Bücher gelesen!
Seit dem letzten Eintrag im September ist jenseits dieses Monats nicht mehr viel passiert. Ich habe Kafka am Strand beendet und dann noch drei weitere Bücher gelesen. Seitdem ging es aber nicht mehr wirklich voran. Seit fast zwei Monaten hänge ich in "Schöne neue Welt"  und "Die Edda" fest. Letzteres ist definitiv nichts zum mal eben lesen. Sehr anstrengend. Doch erstmal was zu den Büchern davor. (Achtung, ggf. Spoiler!)

Buch aus der Bibliothek - Kafka am Strand von Haruki Murakami
Zu Beginn hat mir das Buch sehr gut gefallen, interessante Geschichte, interessante Charaktere, gut geschrieben. Im späteren Verlauf wurde es mir ein wenig zu sehr phantastisch und ödipal. Unterm Strich würde ich sagen: Ja, war nicht schlecht, aber so 100%ig meins war es nicht.
Es handelt von dem 15-jährigen Kafka, der von zuhause abhaut. Er hat einen steten (imaginären) Begleiter namens Krähe, der ihm hilft und mit Rat zur Seite steht. Auf seinem "Ausflug" lernt er neue Menschen kennen, die sehr hilfsbereit sind und bei denen er einige Zeit unterkommen kann. Letztendlich landet er in einer Bibliothek, wo er künftig lebt und arbeitet. Dort verliebt er sich in eine ältere Frau und das Schicksal nimmt so seinen Lauf... Parallel dazu bahnt sich noch eine Veränderung in der Welt an. Nakamura, ein nach einem längeren Koma in seiner Kindheit geistig etwas eingeschränkter Mann, kann mit Katzen sprechen und befindet sich auf einer Mission mit noch unbekanntem Ziel. Es besteht jedoch ein Zusammenhang zwischen ihm und Kafka, denn ihm Verlauf von Nakamuras Mission tötet dieser Kafkas Vater.

weniger als 150 Seiten - Das Klümpchenglas und andere Geschichten aus der Eifel von Jupp Hammerschmidt
Es ist gar nicht so einfach ein Buch zu finden, das weniger als 150 Seiten hat und einen auch noch halbwegs anspricht. Dieses Buch ist eine Sammlung aus kurzen Geschichten/Anekdoten aus dem Leben in der Eifel. Es war sehr kurzweilig und ich musste - obwohl ich keinen Bezug zur Eifel habe - einige Male schmunzeln.

2016 als Film veröffentlicht - Tschick von Wolfgang Herrndorf
Sehr gut! Das Buch hat mir gut gefallen. Ich mochte die Geschichte sehr gern. Den Film hab ich mir allerdings nicht angeschaut. Eigentlich wollte ich das tun, aber naja... ist irgendwie nie dazugekommen, vielleicht leih ich ihn mir mal aus und schau ihn auf dem heimischen Sofa.
Das Buch hätte auch ausgezeichnet in die Kategor "Road Trip" gepasst, da es von zwei Jungen handelt, die sich ein geklautes Auto schnappen und damit einen längeren Ausflug machen und alles mögliche erleben. Der eine heißt Mark und stammt aus einer wohlhabenden Familie, die allerdings sehr zerrüttet ist. Während seine Mutter in den Sommerferien auf Entzug ist, fährt sein Vater mit seiner Geliebten in den Urlaub und Mark bleibt allein zuhause. Dieser wird besucht von Tschick, einem osteuropäischen Einwandererkind, der auch besoffen zur Schule kommt. Tschick hat sich ein Auto "geliehen" und überredet Mark zu einem Ausflug zu seinem Großvater in die Walachei. Dort kommen diese natürlich nie an, erleben jedoch einiges zusammen auf demWeg dorthin.

ein 2016 veröffentlichtes Buch - Der Fänger von Andreas Franz
Das war ein sehr unbefriedigendes Buch. Ein Krimithrillerdings mit nur halbgelöstem Fall am Ende. Außerdem hatte ich so das Gefühl, dass der Autor alles schön aufgebaut hat und ihm dann bewusst wurde, dass das Buch jetzt schon einige Seiten hat und man es doch mal schnell beenden sollte. Schade, denn von der Story her, klang es nicht schlecht. Die Leiche eines seit Jahren gesuchten Vergewaltigers wurde gefunden. Dieser wurde brutal hingerichtet. Bei den Ermittlungen stößt die Ermittlerin auf starken Widerstand in den eigenen Reihen, denn der nie verurteilte Vergewaltiger hatte einige hohe Freunde in der Politik und bei der Polizei. Auf dem Nebenschauplatz gibt es dann noch eine dubiose geheime Organisation innerhalb der Polizei und einen Serientäter, der Verbrecher tötet, aber nur am Anfang und am Ende auftaucht und dessen Identität geheim bleibt. (Vielleicht als Fortsetzung für den nächsten Roman der Reihe?)

aktuell: 24 von 40 :)