Donnerstag, 19. Juni 2014

Radtour zum Historischen Jahrmarkt

Nachdem mich gestern ein Plakat erinnert hat, dass in Kornelimünster dieser Tage der Historische Jahrmarkt ist, habe ich heute spontan beschlossen eine Radtour dorthin zu machen. Das sind etwa 10 km einfache Strecke, der Wetterbericht versprach bewölkten Himmel ohne Regen, die Temperatur war ebenfalls angenehm - es sprach also nichts dagegen.

Ich muss sagen, dass ich wirklich seit langer Zeit nicht mehr richtig Rad gefahren bin. Mit richtig meine ich mehr als nur die Strecke von Zuhause bis zu Kneipe. Und hier in Aachen ja sowieso noch nicht.
Einer der Gründe, weswegen ich (neben dem Rad in und aus dem Keller schleppen) hier noch nicht Rad gefahren bin, ist dass Aachen doch eher hügelig ist - zumindest im Vergleich zu Bonn und Münster.
Im Vorfeld hatte ich mir mithilfe von googlemaps schonmal die kürzeste Route rausgesucht. Vorbei am Hauptbahnhof und am Rand des Kurviertels Burtscheid vorbei und dann mehr oder weniger immer schön geradeaus an einer Straße entlang.
Es ging durchaus einige Male auf und ab, bevor ich die letzten Häuser hinter mir gelassen hab. Fast geschafft hat mich ein sich recht lang hinziehender mittelsteiler Berg.  Dafür wurde ich danach mit einem schmalen grünen Weg belohnt, der parallel zur Straße langlief.



Der Weg endete dann an einem Gasthof, dort war auch eine Infotafel angebracht, die Wege durch den Aachener Wald zeigte. Daraufhin habe ich dann beschlossen die rausgesuchte Route rausgesuchte Route sein zu lassen und bin einen kleinen Umweg durch den Wald gefahren. Schließlich wollte ich ja in erster Linie Rad fahren und nicht nur irgendwo möglichst schnell ankommen.
Es ging also wunderschön grün und waldig weiter.

Im Wald habe ich mich dann auch prompt noch verfahren, weil ich eine Abzweigung verpennt habe. Meine Verwirrung war ziemlich groß, als ich mich plötzlich auf einem Parkplatz an einer großen Straße befand. Erfreulicherweise war auch dort wieder eine Infotafel und nach kurzer Zeit hab ich mich dann auch wieder richtig orientieren können und bin ohne weitere unfreiwillige Umwege aus dem Wald raus und bis nach Eich gekommen.
Hinter diesem Ort fand sich dann eine Stelle mit schöner Wiese und recht gutem Ausblick.


Von dort ging es dann weiter diesen Weg entlang ....


.... mit dem wohlklingenden und vielversprechendem Namen:


Zu meinem Bedauern fand sich kein solcher Strauch am Wegesrand und der Bierstrauch entpuppte sich auch nochmal als ein Weg mit einem netten Anstieg kurz vorm Ziel. Da sich auch langsam ein wenig Erschöpfung breitmachte und sich der erste Hunger meldete, war ich auch sehr froh, am Ende des Berges dann dieses Schild zu sehen:


Von da aus ging es dann nur noch bergab bis zum Jahrmarkt.

Es war leider ziemlich voll - wie es bei trockenem Wetter an einem Feiertag zu erwarten war. Davon abgesehen war es aber sehr nett. Mit der Kamera war ich leider nicht schnell genug um den Gänsemarsch abzulichten, der gerade stattfand als ich eintraf.
Moment, Gänsemarsch? Damit meine ich, dass vorne ein uniformierter und lustig geschminkter Musikant voranschritt, gefolgt von einer Schar Gänse und einem Trommler als Schlußlicht.
Den fröhlichen Lückenbüßer für die Gänse macht dieses lustige Männchen, das sich auf dem Dach einer Grillhütte befand.


Auf einem richtigen Jahrmarkt darf naütlich auch ein Riesenrad nicht fehlen. Auch wenn dieses vergleichsweise klein ist, also eher ein Großrad oder so.


Insgesamt hat der Ort ein paar nette ältere Häuser. Auf so zugewucherte Gebäude steh ich ja auch sehr. Dieses Exemplar verfügt über einige öhm.. Attribute meines Beuteschemas ^^
Fachwerk, Rosen, bewachsen und gemauert.


Nicht zu vergessen die  Stände mit antiken (oder zumindest antikanmutenden Möbeln und Kleinkram).
Dieses Exemplar wäre was für mich, da könnte ich dann ganz standesgemäß im Wohnzimmer sitzen. :P Zumindest finde ich es ganz chic und würde so was auch durchaus in meine Wohnung stellen, wenn ich den Platz (und das Geld) hätte. Aber ich habe ja auch eine Schwäche für alte Sitzgelegenheiten, insbesondere welche mit Schnörkel, Schnitzereien und opulenten Polterstoffen.



Rückblickend muss ich sagen, dass ich zwar jetzt schon meine Oberschenkelmuskulatur merke und mir der Hintern vom Sattel weh tut, aber es sich trotzdem gelohnt hat und Anstiege eigentlich kein Grund sind das Rad im Keller versauern zu lassen.
Mein Fazit also: Häufiger den inneren Schweinehund überwinden und aufs Rad steigen.

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